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Kurt Furgler (* 24. Juni 1924 in St. Gallen; † 23. Juli 2008 ebenda) war ein Schweizer Politiker (CVP). Bearbeiten Politische LaufbahnVon 1955 bis 1971 gehörte Furgler dem Nationalrat an, ab 1963 als Präsident der CVP-Fraktion. Im Jahr 1964 wurde auf seinen Antrag hin die erste Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) eingesetzt. Unter seinem Vorsitz untersuchten zwanzig National- und zwölf Ständeräte den sogenannten Mirage-Skandal. Das Parlament folgte schliesslich den im Abschlussbericht vorgeschlagenen Forderungen, die eine Reduktion der Bestellung von 100 auf 57 Flugzeuge sowie Verbesserungen bei internen Abläufen vorsahen. Am 8. Dezember 1971 wurde Furgler in den Bundesrat gewählt und übernahm das Justiz- und Polizeidepartement. Eine umstrittene Rolle spielte Furgler im Spionageskandal um Brigadier Jean-Louis Jeanmaire. Von 1983 an leitete Furgler das Volkswirtschaftsdepartement. Am 31. Dezember 1986 trat er aus dem Bundesrat zurück. Furgler war Bundespräsident in den Jahren 1977, 1981 und 1985 und Vizepräsident in den Jahren 1976, 1980 und 1984. Furgler setzte sich ein für den Verfassungsartikel zur Gleichberechtigung von Mann und Frau, reformierte das Familienrecht und die Raumplanung, initiierte die Totalrevision der Bundesverfassung und setzte sich tatkräftig für die Schaffung des Kantons Jura ein. Bekannt wurde er insbesondere durch die Lex Furgler, ein Gesetz, das den Immobilienerwerb durch Ausländer beschränkte. Furgler war Mitglied im Club of Rome und im InterAction Council, sowie Ehrenmitglied des Internationalen Olympischen Komitees. Bearbeiten PrivatesFurgler wuchs als Bürger von Valens im Sarganserland unter eher bescheidenen Verhältnissen in St. Gallen auf. Sein Vater, ein Textilkaufmann, hatte in der Stickereikrise der Zwischenkriegszeit die Stelle verloren und hatte daraufhin die Lebensversicherungsanstalt «Familia» gegründet, um seiner Familie ein Auskommen zu ermöglichen. Furgler studierte in Freiburg, Zürich und Genf Jura mit der Promotion zum Dr. iur. und war in St. Gallen als Anwalt tätig. Er war Offizier der Schweizer Armee. Furgler war aktiv im Handballclub St. Otmar St. Gallen, lange Zeit als Trainer, bis zu seinem Lebensende aber als Zuschauer. Furgler erlag im Alter von 84 Jahren einem Herzversagen. Zu seiner Trauerfeier in der Stiftskirche St. Gallen erschienen zwei aktive und mehrere ehemalige Mitglieder der Landesregierung. Bearbeiten Weblinks
Vorsteher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements
Daniel-Henri Druey | Jonas Furrer | Jakob Stämpfli | Josef Martin Knüsel | Jakob Dubs | Paul Cérésole | Fridolin Anderwert | Emil Welti | Antoine Louis John Ruchonnet | Adolf Deucher | Eugène Ruffy | Eduard Müller | Ernst Brenner | Robert Comtesse | Josef Anton Schobinger | Ludwig Forrer | Arthur Hoffmann | Camille Decoppet | Heinrich Häberlin | Johannes Baumann | Eduard von Steiger | Markus Feldmann | Friedrich Traugott Wahlen | Ludwig von Moos | Kurt Furgler | Rudolf Friedrich | Elisabeth Kopp | Arnold Koller | Ruth Metzler-Arnold | Christoph Blocher | Eveline Widmer-Schlumpf Vorsteher des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements
Friedrich Frey-Herosé | Wilhelm Matthias Naeff | Josef Munzinger | Constant Fornerod | Josef Martin Knüsel | Johann Jakob Scherer | Karl Schenk | Joachim Heer | Numa Droz | Antoine Louis John Ruchonnet | Adolf Deucher | Adrien Lachenal | Ludwig Forrer | Josef Anton Schobinger | Edmund Schulthess | Hermann Obrecht | Walther Stampfli | Rodolphe Rubattel | Thomas Holenstein | Friedrich Traugott Wahlen | Hans Schaffner | Ernst Brugger | Fritz Honegger | Kurt Furgler | Jean-Pascal Delamuraz | Pascal Couchepin | Joseph Deiss | Doris Leuthard
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